Column #col2

Hämatologie

Myeloproliferativen Syndrome (MPS) gehören zu den chronischen Tumorerkrankungen, welche das Knochenmark befallen. Diese Familie von bösartigen Blutkrankheiten besteht aus verschiedenen Entitäten, die durch eine Störung der ursprünglichen Stammzellen aus dem Knochenmark zu einer Vermehrung von Zellen aus der blutbildenden Zelllinien führen. Die verschiedenen Krankheitsbilder sind je nach Art der Zellen vorrangig betroffenen Zellen charakterisiert: rote Blutzellen bei der Polycythemia vera (Vaquer Krankheit), Blutplättchen bei der Thormbozythämie und Granulozyten bei der chronischen myeloischen Leukämie (CML). Bei der idiopathischen Myelofibrose (IM) ist die Vermehrung und  sekundär zu einer Störung der Funktion von Megakaryozyten, die Vorstufen von Blutplättchen.

Während der Verlauf bei der CML, die schwerste Form dieser Erkrankungen, durch die Entdeckung von Inhibitoren der  Tyrosinkinase
eine spektakuläre Änderung erfahren hat, bleiben die übrigen MPS, insbesondere die IM mit ihrer düsteren Prognose ohne spezifische Behandlung. Sowohl die primäre und die nach einer PV sekundär entstehende, zwar seltene MI,  stellen eine grosse Herausforderung für Ärzte und Wissenschaftler. Die jüngste Entdeckung von wiederkehrenden molekularen Anomalien (JAK-2) bei Patienten mit MPS Formen ausser CML bedeutet einen neuen Wind, welchen den Forscher sowie den Ärzte und Patienten, welche unter MI leiden, Mut gibt.

Das Ziel der Stiftung im Gebiet der Hämatologie ist die Unterstützung der Forschung im Bereich der MPS, ausschliesslich der CML, durch die Vergabe von Stipendien an junge Wissenschaftler für Post-Doktorate, Wissenschaftler oder Ärzte, um ihnen die Entwicklung von qualitativ hochstehenden Forschungsprojekten in einer internationalen Institution dieses Bereiches zu ermöglichen. Die Stipendien mit einer ersten Laufzeit von 2 Jahren können verlängert werden, falls dies erforderlich wäre.

 

Einsendeschluss für die Einreichung der Projekte noch nicht festgelegt